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Fußboden

Bodenbelag im Keller: Welcher eignet sich am besten?

Der Bodenbelag im Keller muss robust sein und Feuchtigkeit standhalten. Eine Waschmaschine im Schleudergang darf keinen Schaden anrichten und im Hobby- oder Partyraum soll es gemütlich sein. Deshalb empfiehlt es sich, den Fußboden im Keller sorgfältig auszuwählen. Erfahre hier, welche Bodenbeläge sich für den Keller eignen und welche eher nicht. Wir informieren Dich über die Vor- und Nachteilen sowie die Kosten der jeweiligen Bodenbeläge.

Gastautorin

Fußboden im Keller: Bodenbeläge im Überblick 

Wer auf der Suche nach einem passenden Bodenbelag für den Keller ist, hat verschiedene Möglichkeiten. Besonders gut eignen sich im Keller Fußböden aus Beton, PVC, Vinyl oder Fliesen. Bedingt eignen sich Bodenbeläge aus Laminat oder Linoleum. Von einem Teppichboden im Keller ist hingegen abzuraten. Denn im Keller ist es wichtig, dass ein Bodenbelag Feuchtigkeit standhält und diese auch fernhält. Welcher Kellerboden der richtige für dich ist, hängt natürlich auch davon ab, wie Du das Untergeschoss nutzen möchtest, welche optischen Ansprüche Du hast und wie hoch dein Budget ist. Wichtig ist, dass der Fußboden trocken bleibt. Nässe schadet der Bausubstanz auf Dauer. Besteht bereits ein Problem mit Feuchtigkeit im Untergeschoss, führt meist kein Weg an einer Sanierung vorbei. Infrage kommen dann eine Abdichtung mit Estrich, eine Versiegelung der Bodenplatte und eine Sperrschicht oder Dampfsperre, bevor Du deinen Bodenbelag im Keller verlegen kannst. 

Besonders gut geeignet sind: 

  • Beton

  • Fliesen

  • PVC

  • Vinyl

Bedingt eignen sich:

  • Laminat 

  • Linoleum

Feuchtigkeit im Keller verhindern – so geht’s 

Spätestens, wenn Du nasse Flecken oder Schimmel im Keller entdeckst, hast Du ein Feuchtigkeitsproblem. Das ist in alten Häusern mit schlecht isolierten Kellerräumen oder undichten Wänden nicht selten der Fall. Um Schäden durch Nässe zu vermeiden, sollte die Luftfeuchtigkeit dauerhaft unter 60 bis 65 Prozent liegen. Ideal ist ein Wert zwischen 40 und 60 Prozent. Dieser lässt sich in der Regel durch richtiges Lüften erreichen. Öffne die Fenster an heißen Sommertagen nur nachts. Im Winter kannst Du regelmäßig lüften, aber maximal 10 bis 15 Minuten am Stück. Es empfiehlt sich, die Luftfeuchtigkeit alle paar Wochen zu überprüfen. Nutze dafür ganz einfach einen Luftfeuchtigkeitsmesser, auch Hygrometer genannt. 

Betonboden im Keller nutzen

Beton ist optisch zwar weniger ansprechend, dafür aber praktisch und robust. Für Kellerräume, die hauptsächlich als Vorrats-, Abstell- oder Wäschekammer genutzt werden, ist ein schlichter Betonboden deshalb die Nummer eins. Zum Verschönern der Oberfläche kann eine Lackschicht aus Acryl oder Epoxidharz aufgetragen werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Boden keine Feuchtigkeit durchlässt. 

Was kostet Beton? 

Die Kosten für Beton liegen bei etwa 10 bis 30 Euro pro Quadratmeter. 

Fliesen als Bodenbelag im Keller 

Fliesen sind robust und sehen im Vergleich zu Beton hochwertig und dekorativ aus. Für Wohn- oder Hobbyräume sind sie deshalb eine beliebte Wahl. Ein weiterer Vorteil: Du hast viel Gestaltungsspielraum. Immerhin gibt es im Fachhandel jede Menge unterschiedliche Fliesen. Du hast die Wahl zwischen diversen Formen und Farben, um deinen Bodenbelag im Keller ganz nach deinen Wünschen zu gestalten. Hier findest Du eine große Auswahl an Fliesen für jede Preisklasse. Wichtig ist, dass der Bodenbelag möglichst rutsch- und abriebfest ist und fachgerecht verlegt wird. Wer ungeübt im Verlegen von Fliesen ist, sollte lieber einen Fachmann die Arbeit erledigen lassen. 

Was kosten Fliesen? 

Qualitativ hochwertige Fliesen gibt es ab 10 Euro pro Quadratmeter. 

PVC als Bodenbelag in Kellerräumen 

Auch PVC ist eine gute Wahl für den Kellerboden, wenn man sich an der Optik nicht stört. Im Vergleich zu Fliesen ist der Belag sehr leicht zu verlegen und extrem robust. Auch eine schleudernde Waschmaschine kann in der Regel keinen Schaden anrichten. Um Schimmelbildung durch aufsteigende Feuchtigkeit zu vermeiden, sollte eine Dampfbremse oder Mauerwerkssperre mit verlegt werden, bevor man diesen Bodenbelag im Keller vollflächig verklebt. 

Was kostet PVC? 

Einen guten PVC-Boden bekommst Du bereits für unter 10 Euro pro Quadratmeter. 

Vinylböden für Kellerräume 

Wem PVC optisch nicht gefällt, kann Vinyl als Kellerboden verlegen oder verkleben. Vinylplatten oder -dielen sind dekorativ und nahezu unempfindlich. Damit auch schwere Gegenstände im Belag keine Druckstellen hinterlassen oder um einen unebenen Untergrund auszugleichen, eignet sich Hartvinyl besonders gut. Das Material ist extra formstabil und wasserabweisend. 

Was kostet Vinyl? 

Ein herkömmlicher Vinylboden kostet ab 5 Euro, Hartvinyl ab etwa 15 Euro pro Quadratmeter. Hier findest Du eine große Auswahl hochwertiger Vinylböden für Kellerräume. 

Laminat als Bodenbelag im Keller

Günstig und einfach zu verlegen: Laminat steht als Bodenbelag nach wie vor hoch im Kurs. Allerdings ist das Material empfindlich gegenüber Temperaturschwankungen und Nässe. Eine Dampfsperre ist deshalb Pflicht. Ist die Luftfeuchtigkeit im Keller dauerhaft über 60 Prozent, sollte man wiederum ganz die Finger von Laminat lassen. Besonders für Wäschekammern ist ein Bodenbelag aus Laminat im Keller ungeeignet. Nutzen Sie alternativ Beton, Fliesen, PVC oder Vinyl. 

Was kostet Laminat? 

Ein Quadratmeter Laminat ist bereits für unter 5 Euro pro Quadratmeter erhältlich. 

Linoleum als Kellerboden 

Ähnlich wie Laminat eignet sich auch Linoleum nur bedingt als Bodenbelag im Keller. Die Platten aus Leinöl, Korkmehl und Jutegewebe sind empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und können im Extremfall verrotten. Nur für Wohnkellerräume, in denen Trockenheit garantiert ist, kommt Linoleum deshalb als Bodenbelag infrage. 

Was kostet Linoleum? 

Für einen Linoleumboden zahlt man ab rund 15 Euro pro Quadratmeter. 

Teppich als Fußboden im Keller 

Wer sich viel im Keller aufhält, wünscht sich ein wohnliches Ambiente. Für ein Hobby- oder zusätzliches Wohnzimmer könnte die Wahl deshalb auf einen Teppichboden fallen. Allerdings sollte der Raum dafür absolut trocken sein. Denn Teppiche reagieren extrem empfindlich auf feuchte Untergründe. Ein guter Kompromiss für einen Bodenbelag im Keller können wasserabweisende Läufer sein, die nur partiell für die gewünschte Bodenwärme sorgen. 

Was kostet ein Teppichboden?

Für Teppiche zahlst Du im Schnitt ab 10 Euro pro Quadratmeter. 


Ein Artikel von Lisa Gutknecht, Gastautorin im Magazin von deineBAUSTOFFE
Lisa Gutknecht ist Gastautorin für das Magazin von deineBAUSTOFFE. Sie ist Expertin für alle Themen rund um die Bereiche Garten, Modernisierung, Renovierung und Heimwerken.
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