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Handwerker von unten fotografiert auf altem Dach
Dach

Dach decken – das gilt es zu beachten

Ein Ziegeldach hält bis zu 50 Jahre, Dachsparren sogar doppelt so lange. Die beliebten Bitumenschindeln, die vorrangig beim Decken von Carport- oder Gartenhausdächern zum Einsatz kommen, müssen im Schnitt nach 30 Jahren erneuert werden. Wasser und Feuchtigkeit beeinträchtigen die Lebensdauer, irgendwann muss jedes Dach saniert werden. In diesem Ratgeber erfährst Du, was es beim Dach decken zu beachten gilt.

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Ein Dach neu einzudecken ist ein echtes Großprojekt und sollte vernünftig geplant sein. Vielleicht möchtest Du zeitgleich auch die Dämmung erneuern oder die Voraussetzungen für einen Dachbodenausbau schaffen. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, die Fenster auszutauschen, neue Fenster einzubauen oder die Wohnfläche im Obergeschoss mit einer Dachgaube zu erweitern. 

Bevor Du mit den Arbeiten startest, solltest Du Dich mit den gesetzlichen Vorgaben in Deiner Region beschäftigen oder Du ziehst einen Profi zurate, der sich auskennt. An einigen Orten ist zum Beispiel die Farbe der Dachziegel vorgegeben oder es bedarf einer Genehmigung für den Bau einer Gaube. Außerdem solltest Du die Dachneigung kennen, damit Du geeignetes Material für die Dacheindeckung auswählen kannst, das auch bei Wind und Wetter standhält. 

Die Vorbereitung ist beim Dach decken das A und O – ganz gleich, ob es sich um eine Dachsanierung oder eine Neueindeckung handelt. 

Im Onlineshop auf deineBAUSTOFFE.de findest Du alles, was Du brauchst, um Dein Dach neu einzudecken: unter anderem Dämmstoffe, Dachlatten und Dachfolie. 

Handwerker von unten fotografiert auf altem Dach
Wann ein neues Dach bei einem alten Haus sinnvoll ist, ist manchmal keine leichte Entscheidung © Adobe Stock

Neben den passenden Materialien brauchst Du auch ein Baugerüst. Je nach Wohnort können Fangnetze an Traufe und Ortgang vorgeschrieben sein. Der Aufbau einer Schuttrutsche verhindert, dass nach unten fallende Schuttteile das Gerüst beschädigen oder Personen verletzen. 

Hast Du Fragen zum Vorhaben Dach decken? An unserer kostenfreien Hotline stehen Dir ausgebildete Baustoffkaufleute gern beratend zur Seite.

Dach neu decken – mit diesen Kosten musst Du rechnen

Die Kosten, ein Dach neu zu decken, variieren. Ausschlaggebend sind die verwendeten Materialien sowie die Dachfläche, die neu eingedeckt werden soll. Eventuell sollen noch Fenster ausgetauscht oder neu eingesetzt werden. Hinzu kommen die Ausgaben für eine energiesparendere Wärmedämmung.

Mit Kosten von 100 bis 140 Euro pro Quadratmeter solltest Du rechnen. Für ein 100 Quadratmeter großes Dach, das gleichzeitig gedämmt werden soll, sind Kosten in Höhe von 15.000 bis 25.000 Euro jedoch nicht selten.

Dachdämmungen – diese Möglichkeiten gibt es

Dämmstoff zwischen den Dachsparren
Dachdämmung als Zwischensparrendämmung © Adobe

Einmal mit den Sanierungsarbeiten begonnen, spart es doppelt Zeit und Kosten, wenn Du Dein Haus gleichzeitig mit der Dacheindeckung mit geeigneten Dämmstoffen gegen Wärmeverlust isolierst. Um den Dachstuhl zu dämmen, kommen verschiedene Verfahren in Betracht. Am gängigsten sind die Zwischensparrendämmung und die Untersparrendämmung. Die Aufsparrendämmung sollte ein Profi für Dich übernehmen. Für die Zwischensparrendämmung, die Du mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst montieren kannst, werden beispielsweise Dämmstoffe in Form einer Einblasdämmung zwischen die Dachsparren geblasen. Anschließend kann mit der Eindeckung fortgefahren werden.

Anleitung zum Dach selber decken – so gehts 

Dachstühle haben meist zwei typische Formen, so handelt es sich entweder um ein Pfettendach oder ein Sparrendach. Möglicherweise hat Dein Haus jedoch ein Schieferdach oder ein Satteldach. Für jede Dachform gibt es die passende Lösung für die Dacheindeckung.

Am besten beschäftigst Du Dich zunächst mit der Auswahl der passenden Schindeln oder Dachplatten. Suche auch die Dachfolie aus und halte die Lattung bereit. Erst wenn Du alle Materialien beisammen hast, mietest Du das Gerüst und bestellst einen Container für den Bauschutt. So sparst Du laufende Kosten. 

Wir von deineBAUSTOFFE.de liefern Dir alle Materialien, die Du für die Dachdeckung benötigst bis vor die Haustür oder an die Baustelle. 

Bevor Du ein bereits eingedecktes Dach neu decken kannst, sind einige Vorarbeiten nötig: 

  1. Gerüst aufstellen und Fangnetze an Traufe und Ortgang vorbereiten.

  2. Räume die alten Steine, Ziegeln oder Pfannen ab.

  3. Entferne die Regenrinne und falls vorhanden, den Schneefang.

  4. Antennen oder Halterungen müssen ebenfalls abgebaut werden.

  5. Reinige die Sparren und entferne alte Nägel.

  6. Wenn nötig, muss der Schornstein zurückgebaut werden. 

Dach decken – jetzt geht es an die eigentliche Arbeit: 

  1. Unterspannbahn verlegen, damit das Dach dicht bleibt.

  2. Dachlatten montieren, auf denen später Dachsteine, Dachpfannen und Dachziegel befestigt werden.

  3. Beginne mit der untersten Reihe und verlege dort wahlweise Steine, Pfannen oder Ziegel.

  4. Arbeite von unten nach oben und diagonal, so bemerkst Du Breitenunterschiede bei der Überlappung und kannst diese schnell korrigieren.

  5. Montiere den Ortgang, also die offene Seite des Daches, um Dein Dach für Wind und Wetter zu rüsten.

  6. Befestige Regenrinnen und Fallrohre zur Entwässerung.

  7. Montiere den Schneefang.

Grafik von den verschiedenen Schichten beim Dach
Klassischer Aufbau vom Dach © Adobe Stock

Dach decken – Material für die Dacheindeckung 

Damit das Vorhaben Dach decken von Erfolg gekrönt ist, benötigst Du die richtigen Materialien für Deinen Dachstuhl. Achte darauf, dass das Eindeckungsmaterial für Deine Dachneigung geeignet ist. Die vom Hersteller angegebene Regeldachneigung gibt dabei an, ab welchem Winkel sich das ausgesuchte Material als regensicher erwiesen hat.

Die Entscheidung für ein Material kann neben dem Budget auch ästhetische Gründe haben. Die gängigsten Dachbaustoffe sind natürliche Materialien wie Schiefer- oder Tondachziegel, beim Decken von Carport- oder Gartenhausdächern auch Bitumenschindeln in Form von Bitumenbahnen oder Dachpappe. Kupfer, Titanzink und Aluminium werden ebenfalls häufig verwendet. Auch Faserzementplatten als Verbundwerkstoff kommen beim Dach decken zum Einsatz. 

Je nach Materialeigenschaften variieren Kosten, Lebensdauer und das Gewicht. Bitumenschindeln sind bei Heimwerkerinnen und Heimwerkern besonders beliebt, denn sie lassen sich leicht verlegen und sind zudem preiswert. Dachplatten aus Titanzink als modernes Baumaterial sind besonders witterungsbeständig. Betonziegel sind mit bis zu 60 Jahren extrem langlebig, Tondachziegel können sogar eine Lebensdauer von bis zu 80 Jahren haben.

Verschiedene Arten von Dachziegeln
Beim Dach decken hat man die Qual der Wahl. © Adobe Stock

deineBAUTSOFFE Profi-Tipp: Wenn Du Dir die Dachsanierung nicht selbst zutraust, jedoch Kosten einsparen möchtest, kannst Du die Materialien zum Dach decken im Onlineshop von deineBAUSTOFFE.de bestellen und anschließend mit den Arbeiten eine Fachfirma beauftragen.


Ein Artikel von Cornelia Jürss, Autorin im Magazin von deineBAUSTOFFE
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