Magazin - deine Baustoffe
Dach

Dämmung – Tipps für Dachdämmung, Fassadendämmung und Innendämmung

Um ein Gebäude vor übermäßigem Wärmeverlust zu schützen, gibt es verschiedene Dämmarten. Einige davon kannst Du mit ein wenig handwerklichem Geschick und guter Vorbereitung selbst realisieren. Dazu zählen die Fassadendämmung, die Dachdämmung und die Innendämmung von Außenwänden.

Autorin

Mit einer ausreichenden Wärmedämmung am Haus kannst Du nicht nur Energiekosten einsparen, sondern gleichzeitig umweltschädliche Emissionen reduzieren. Durch Erhöhung der Oberflächentemperatur der Wände dient sie auch der Schimmelprävention. Ist bereits eine Dämmung vorhanden, die jedoch mit ihrer Wärmeleitfähigkeit nicht den neuesten energetischen Anforderungen entspricht, dann kann eine Sanierung mittels Aufdoppelung erfolgen.

Um ein Gebäude vor übermäßigem Wärmeverlust zu schützen, gibt es verschiedene Dämmarten. Einige davon kannst Du mit ein wenig handwerklichem Geschick und guter Vorbereitung selbst realisieren. Dazu zählen die Fassadendämmung, die Dachdämmung und die Innendämmung von Außenwänden. 

Bevor Du mit der Dämmung beginnst, solltest Du Dir zunächst einen Überblick über die verschiedenen Dämmstoffe und ihre Dämmleistung verschaffen. Der Alpha-Wert gibt Dir Auskunft über die Wärmeleitfähigkeit. Der Wärmedurchlasskoeffizient, auch U-Wert genannt, stellt fest, wie viel Wärme pro Quadratmeter in jeder Sekunde durch die Dämmung nach außen gelangt. Die Wärmespeicherkapazität sagt aus, wie viel thermische Energie ein Material speichern kann.

Beachte bei der Auswahl auch, dass nicht nur die Wärmeleitfähigkeit der Dämmstoffe alleine ausschlaggebend ist, sondern dass der Wärmeverlust auch von der Kombination mit der Verschalung und dem Putz abhängt. Ein niedriger U-Wert ist jedoch ein sicheres Indiz für eine gute Dämmung. 

Erfahre in diesem Ratgeber mehr über die Möglichkeiten zur Wärmedämmung am Haus, um den Wärmeschutz zu erhöhen und Wärmeverlust zu vermeiden.

Dämmstoffe wie Steinwolle, Zellulose und Mineralwolle sowie Dämmplatten aus Holzfaser oder Klemmfilz findest Du im Shop von deineBAUSTOFFE.de. Wir liefern Dir alles, was Du für die Dachdämmung benötigst bis vor die Haustür oder an die Baustelle. 

Hast Du Fragen zu Wärmeleitfähigkeit und Dämmeigenschaften bestimmter Materialien? An unserer kostenfreien Hotline stehen Dir ausgebildete Baustoffkaufleute gern beratend zur Seite.

9 verschiedene Dämmstoffe im Querschnitt nebeneinander
Für die Dämmung gibt es verschiedene Materialien © Adobe Stock

Dachdämmung – wann ist sie nötig?

Ob Dein Dach eine ausreichende Wärmedämmung besitzt, stellst Du mit einer ganz einfachen Faustregel fest: Liegt im Winter bei Deinem Nachbarn der Schnee noch auf dem Dach, während er bei Dir bereits geschmolzen ist, dann solltest Du eine Dachdämmung in Erwägung ziehen. Ein ausreichend gedämmtes Dach verhindert Wärmeverlust in der kalten Jahreszeit und bietet gleichzeitig Wärmeschutz bei hohen Temperaturen im Sommer für die Räumlichkeiten im Obergeschoss.

Zwischensparrendämmung

Soll das Dach gedämmt werden, bietet sich die Zwischensparrendämmung an, die Du zum Beispiel bei einem Steildach in Form einer Einblasdämmung selbst installieren kannst, indem die Dämmstoffe zwischen die Sparren geblasen werden. Als Dämmmaterial kommt unter anderem Steinwolle, die zur Mineralwolle zählt, in Betracht.

Dämmplatten aus Holzfaser oder Klemmfilz sind bei einem Steildach ebenfalls eine gute Möglichkeit zum Einsparen künftiger Energiekosten. Entscheidest Du Dich für eine Aufsparrendämmung, dann solltest Du für die Arbeiten eine Fachfirma beauftragen.

Fassadendämmung

Die Dämmung der Fassade ist in der Regel eine Außendämmung. Einzig bei Fachwerkhäusern oder unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden, deren Fassade nicht verändert werden kann oder darf, sollte als Alternative zur Fassadendämmung eine Innendämmung in Erwägung gezogen werden.

Durch eine Dämmung von außen verkleinert sich der Wohnraum nicht. Gleichzeitig können sich je nach Wahl des Dämmmaterials der Schall und der Brandschutz der Immobilie verbessern.

Foto von Haus, bei denen die Fassaden-Dämmschichten zu sehen sind
Dämmung von moderner Fassade © Adobe Stock

Außenwände von Gebäuden werden meist mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) oder einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade gedämmt. Das WDVS ist die gängigste Methode und wird manchmal auch Thermohaut oder Vollwärmeschutz genannt. Der Aufbau von einem Wärmedämmverbundsystem besteht aus einem Dämmstoff, einer Putzträgerschicht und einer Oberflächenschicht. 

Bei der vorgehängten hinterlüfteten Fassade als diffusionsoffene Konstruktion wird eine aus Dämmstoff und Verkleidung bestehende Front an der Außenwand befestigt, um Wärmedämmung und Witterungsschutz durch eine Luftschicht zu trennen. 

Für beide Verfahren kommen Mineralwolle, Hartschaumplatten oder ökologische Dämmstoffe wie Jute, Schafwolle oder Kork in Betracht.

Innendämmung von Außenwänden

Um Altbauten mit aufwendig gestalteten Fassaden oder unter Denkmalschutz stehende Gebäude gegen Wärmeverlust zu schützen, kommt eine Innendämmung in Betracht. Die schöne Außenwand bleibt unberührt, jedoch verkleinert sich dadurch der Wohnraum.

Die früher gerne verwendeten Schaumplatten aus Styropor oder Polyurethan stehen heute wegen ihrer schlechten Ökobilanz in der Kritik. Klimafreundlichere Alternativen sind Zellulose, Holzfaser oder Kalziumsilikat. Sie gewährleisten einen höheren Standard beim Brandschutz und sorgen für ein gesünderes Raumklima.

Grafik vom Schichtaufbau der Außenwände bei Innendämmung
Innendämmung bei historischer Fassade © Adobe Stock

Für die Innendämmung werden heute meist Dämmstoffplatten aus Steinwolle oder Glaswolle verwendet. Eine Alternative sind Mineralschaumplatten oder Kalziumsilikatplatten, die hervorragende Dämmeigenschaften besitzen. Die Dämmplatten werden entweder an einer Unterkonstruktion befestigt oder direkt auf die Wand geklebt. Mehrschichtig aufgebaute Verbundplatten, die bereits über eine integrierte Dampfbremse verfügen, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit hinter die Dämmschicht gelangt, sind besonders praktisch zu verarbeiten.

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Bevor Du mit Maßnahmen zur Dämmung beginnst, solltest Du Dich über die geltenden Bauvorschriften in Deiner Region informieren.


Ein Artikel von Cornelia Jürss, Autorin im Magazin von deineBAUSTOFFE
Themen dieses Artikels
Weitere spannende Themen
Alter Dachboden der renoviert werden muss
Dach

Dachdämmung – Kosten, Aufbau und Möglichkeiten

Fassadendämmung wie ein Profi
Ratgeber

Durch Fassadendämmung zum Energiesparprofi

Ökologische Dämmstoffe im Vergleich
Innenausbau

Ökologische Dämmstoffe: Materialien, Dämmeigenschaften und Kosten im Vergleich

Zum Newsletter anmelden und in Zukunft nichts verpassen

Anmelden
Das Magazin für handgemachtes Heimwerken!