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Fassadendämmung wie ein Profi
Ratgeber

Durch Fassadendämmung zum Energiesparprofi

Die EnEV wurde durch das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst. Anlass für uns, Ihnen hier einen Überblick zum Thema Fassadendämmung zu geben.

Autorin

Pünktlich zum Beginn der Winterzeit und damit der Heizsaison hat die Energieeinsparungsverordnung (EnEV) am 01. November 2020 ihre Wirksamkeit verloren. Abgelöst wird sie von diesem Zeitpunkt an vom neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG). Dieses vereint das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die EnEV sowie das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) in einer Vorschrift. Unter anderem enthält das Gebäudeenergiegesetz umfassende Vorschriften zur Wärmedämmung von Gebäuden. Wir nehmen die Gesetzesänderung zum Anlass, um Ihnen heute einen Überblick zum Thema Fassadendämmung zu verschaffen. 

Bedeutung der Wärmedämmung

Erst in den späten 70er Jahren fand der Gebäudewärmeschutz seinen Weg in unser Bewusstsein. Gerade auch wegen der Klimaerwärmung gewinnt er seither stetig an Bedeutung. Ziel der Fassadendämmung ist es, die Wärme im Inneren des Gebäudes zu isolieren. Das spart Energiekosten und ist daneben förderlich für den ökologischen Fußabdruck. Im Laufe eines Jahres können so mehrere hundert Euro Heizkosten eingespart und anderweitig verwendet werden. Außerdem wird mit einer sachkundigen Dämmung auch der Schimmelbildung durch Eintritt von Feuchtigkeit in die Gebäudeaußenflächen vorgebeugt und der Wert der Immobilie gesteigert. 

Dämmen mit dem Wärmeverbundsystem

Überwiegend wird heute das Wärmeverbundsystem als Dämmmethode für Außenwände verwendet. Dieses System vereint mehrere Elemente in sich. So werden zunächst die Dämmplatten auf die Hausfassade geklebt oder gedübelt. Der ausgewählte Dämmstoff bestimmt dabei die Beschaffenheit der übrigen Komponenten. Auf die Dämmplatten wird anschließend die so genannte Armierungsschicht aufgetragen. Diese zeichnet sich durch das beinhaltete Armierungsgewebe aus, welches die Rissbildung des späteren Putzes erheblich vermindern und damit zur Stabilität beitragen soll. Zuletzt werden die Außenwände verputzt und gestrichen. Beachten Sie bitte, dass die Verwendung eines Wärmeverbundsystems bei Altbauten oder denkmalgeschützten Gebäuden in den meisten Fällen nicht möglich ist, da hiermit die Optik der Fassade verändert werden würde.   

Fassadendämmung zur Senkung der Heizkosten
Mit Hilfe einer Fassadendämmung lässt sich der Energieverbrauch eines Hauses um bis zu 19 % reduzieren. © Adobe Stock

Dämmstoffe nach Ihren Vorlieben

Unterschieden wird bei den diversen Dämmstoffen zwischen organischen, mineralischen und synthetischen Materialien. Ein Fachberater kann Ihnen Auskunft darüber geben, für welche Dämmmöglichkeit Sie sich entscheiden sollten.

Organische Dämmplatten bestehen aus nachwachsenden Naturfasern wie beispielsweise Holzfasern oder –wolle, Flachs, Hanf oder Schafwolle und eignen sich daher hervorragend für naturbewusste Eigentümer, die Wert auf Nachhaltigkeit legen.

Als mineralische Stoffe werden Dämmmaterialien aus Glaswolle oder Steinwolle bezeichnet, zusammenfassend Mineralwolle genannt. Die Mineralwolle besteht, ebenso wie die organischen Dämmplatten, überwiegend aus natürlichen oder recycelten Materialien. Neben der Isolierung von Wärme dienen solche Platten auch bestens als Schallschutz sowie als Brandschutz, da Stein- und Glaswolle den nicht brennbaren Stoffen zuzuordnen sind.    

Der Polystyrol-Hartschaum oder auch Styropor bzw. Extruderschaum, stellt die synthetische Dämmvariante dar und kommt sehr häufig bei Wärmeverbundsystemen zum Einsatz. Dämmplatten aus Polystyrol-Hartschaum haben sehr gute Wärmeschutzeigenschaften und verringern überdies das Eindringen von Wasser in die Außenwände des Gebäudes. Außerdem handelt es sich hierbei ebenfalls um ein schwer brennbares Material.   

Anregungen zur Fassadendämmung

Wenn Sie zusätzlich zur Wärmedämmung auch den Einbau einer neuen Heizungsanlage planen, sollten Sie hiermit warten, bis die Dämmmaßnahmen an Ihrem Gebäude abgeschlossen sind. Dies wird damit begründet, dass die Fassadendämmung Energiekosten einsparen wird und sie bei der Planung einer neuen Heizungsanlage entsprechend von falschen Werten ausgehen würden.

Zusätzlich möchten wir Sie darüber informieren, dass Sie gegebenenfalls einen Anspruch auf Fördermittel bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) haben könnten. Dies gilt für sogenannte „KFW-Effizienzhäuser“, welche die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes sogar noch übertreffen. Fördermittel können in diesem Fall Zuschüsse oder Kredite zu günstigen Zinskonditionen sein.

Benötigen Sie eine persönliche Beratung oder eine größere Menge Baustoffe für Ihre Fassadendämmung? Dann stehen Ihnen unsere ausgebildeten Baustoff-Kaufleute gern zur Seite. Unter diesem Link können Sie einen Beratungstermin vereinbaren, oder Ihr Großprojekt direkt anfragen.

Ein Artikel von Cornelia Jürss, Autorin im Magazin von deineBAUSTOFFE
Themen dieses Artikels
Der Traum vom eigenen Haus
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