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Hausbauversicherung - warum jeder Bauherr eine braucht
Innenausbau

Hausbauversicherung - warum jeder Bauherr eine braucht

Du möchtest Dir den Traum vom Eigenheim erfüllen? Dann solltest Du bei Deinem Projekt Traumhaus unbedingt über die Absicherung Deines Bauvorhabens durch eine Hausbauversicherung nachdenken.

Autorin

Hausbauversicherungen – Lebensretter bei Deinem Bauvorhaben

Du möchtest Dir den Traum vom Eigenheim erfüllen? Dann hast Du sicher bereits konkrete Vorstellungen, wie Dein Haus aussehen soll und vielleicht schon Finanzierungsanfragen gestellt. Bauen bedeutet auch, Risiken einzugehen. Vor allem kann es zu Schäden am Rohbau durch Umwelteinflüsse kommen, aber ebenso könnten Dritte durch Deine Baustelle einen Schaden erleiden. Genau deshalb solltest Du bei Deinem Projekt Traumhaus unbedingt auch über die richtige Absicherung Deines Bauvorhabens im Schadensfall nachdenken. An dieser Stelle sei bereits erwähnt, dass die Kosten für Hausbauversicherungen wegen der geringeren Bauzeit bei Fertighäusern teils bis zu 30 Prozent geringer sind. Daneben bestehen zwischen den Versicherern große Unterschiede, weshalb sich ein Vergleich in jedem Fall bezahlt macht.

Ein Muss für Bauherren: die Bauherrenhaftpflichtversicherung

Welche Hausbauversicherungen Du abschließen musst, hat der Gesetzgeber nicht geregelt. Insofern ist es an Dir, zu entscheiden, welche individuellen Risiken Du absichern möchtest. Beachte hierbei jedoch, dass Du als Bauherr im Rahmen Deiner Verkehrssicherungspflichten für alle Schäden haftest, die im Zusammenhang mit Deinem Hausbau auftreten. Dies gilt auch, wenn Du einen Architekten oder ein Bauunternehmen mit dem Projekt beauftragt hast. In diesem Fall obliegt Dir noch immer die Überwachung der Beauftragten. Deshalb empfiehlt es sich, eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abzuschließen. Durch diese wird Versicherungsschutz für Schadensersatzansprüche gewährleistet, die Deine Privathaftpflichtversicherung übersteigen. Wie viel Dir eine solche Bauherrenhaftpflichtversicherung kostet, bemisst sich im Übrigen an der Bausumme und entspricht ungefähr einem Tausendstel. So beliefe sich der Einmalbetrag bei einer Bausumme von 200.000 € auf etwa 200 €.

Rückendeckung durch weitere Hausbauversicherungen

Neben der Bauherrenhaftpflichtversicherung solltest Du auch eine Bauleistungsversicherung sowie eine Wohngebäudeversicherung in Betracht ziehen. Die Bauleistungsversicherung bietet Dir bei Deinem Bauvorhaben unter anderem Schutz vor Vandalismus und Umwelteinflüssen wie Sturmschäden oder Überschwemmungen. Eine Wohngebäudeversicherung wird üblicherweise ohnehin nach Fertigstellung des Baus vereinbart. Es lohnt sich aber, diese bereits bei Baubeginn abzuschließen. Meist kostenlos integriert in die Wohngebäudeversicherung ist nämlich oft eine Feuerrohbauversicherung. Mit dieser bist Du auch gegen Brandschäden in der Bauphase geschützt. Einige Finanzierer fordern bei Abschluss eines Kreditvertrages ohnehin zumeist vorhandene Wohngebäudeversicherungen oder Feuerrohbauversicherungen.

Hauskredit absichern und Baustopps vermeiden

Um zu verhindern, dass Du im Falle von Arbeitslosigkeit oder Krankheit unfähig wirst, Deine Kreditraten zu zahlen, empfiehlt sich bei Abschluss einer Hausfinanzierung ferner eine Restschuldversicherung oder eine ähnliche Risikolebensversicherung. Dein Versicherer nimmt in einer solchen Situation Deinen Platz ein und garantiert die weitere Abzahlung des Kredites. So kann die Baumaßnahme weiter fortgesetzt werden. Die Versicherung dient dem Kreditgeber daneben zusätzlich als Kreditsicherheit. Außerdem greifen Risikolebensversicherungen auch im Falle des Todes, um die Hinterbliebenen des Bauherrn zu schützen und Verschuldung abzuwenden.    

Weitere Tipps zu Hausbauversicherungen

Immer häufiger werden Häuser in Eigenregie gebaut, um teils erheblich Kosten einzusparen. Meist sind es Freunde und Bekannte, die bei einem solchen Bauvorhaben mitwirken. Da es auf Baustellen aber auch immer wieder zu Unfällen kommt, ist eine private Bauhelfer-Unfallversicherung als Ergänzung zur gesetzlichen Unfallversicherung anzuraten. Hiermit sicherst Du Dich und Deinen Bauhelfer gegen Invalidität und mögliche durch Invalidität erforderliche Maßnahmen ab. 

Sollte sich Dein Bauprojekt verzögern, bietet sich eine Haftpflichtversicherung für unbebaute Grundstücke an. Sofern ein Dritter auf Deinem unbebauten Grundstück zu Schaden kommt, greift Deine Versicherung und bewahrt Dich vor Schadensersatzansprüchen.

Daneben bieten die Versicherer viele weitere Zusatzversicherungen an. Hierzu zählen beispielsweise die Baufertigstellungsversicherung bei Insolvenz des Bauunternehmens und die Elementarversicherung. Auch eine Gewässerhaftpflichtversicherung ist denkbar, wenn Verunreinigungen der örtlichen Gewässer durch Öltanks zu befürchten sind.

Da Schadensersatzansprüche oft hohe Summen bedeuten, nicht jede Hausbauversicherung aber für jeden geeignet und sinnvoll ist, solltest Du Dich unbedingt von einem Spezialisten beraten lassen. Dieser kann eine Risikoeinschätzung zu Deinem individuellen Bauvorhaben vornehmen und Empfehlungen zu passenden Versicherungen aussprechen. 

Ein Artikel von Cornelia Jürss, Autorin im Magazin von deineBAUSTOFFE
Themen dieses Artikels
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