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Physikalischer Holzschutz unterschied
Holz

Physikalischer Holzschutz - Einsatz und Wirkung

Holz benötigt eine spezielle Pflege. Wozu ein physikalischer Holzschutz gut ist, liest Du in diesem Beitrag!

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Der Baustoff Holz benötigt eine besondere Pflege, damit seine Struktur erhalten bleibt. Wenn Holz nicht gepflegt wird, können Witterungseinflüsse, wie Sonneneinstrahlung, Regen, Schnee oder Eis dem Holz schaden und es verliert an Tragfähigkeit. Physikalischer Holzschutz hilft dabei das Holz, ohne den Einsatz von Chemie, vor Wetter und anderen äußeren Einflüssen zu schützen.

Wie wirkt physikalischer Holzschutz?

Physikalischer Holzschutz kann in Form von filmbildendem Lack, als pigmentierte Lasur oder als imprägnierendes Holzöl verwendet werden. Pigmentierte Holzlasur ist vor allem wichtig, um das Holz vor den UV-Strahlen des Sonnenlichts zu schützen. Die UV-Strahlen zerstören den holzeigenen Kleber und machen das Holz rissig. Dadurch können holzzerstörende Insekten in die Poren gelangen. Die Farbpigmente der Lasur wandeln das UV-Licht in Wärme um und machen sie somit unschädlich für das Holz.

Filmbildende Lasuren schützen das Holz hauptsächlich vor Wasser. Ohne Lasur kann das Regenwasser in die Holzoberfläche einziehen und den Holzkleber auswaschen. Je nach Holzart kann es zudem passieren, dass das Holz aufquillt und sich verzieht. Mithilfe einer Lasur perlt das Wasser vom Holz ab und schützt es. Zudem entsteht durch die Lasur eine physikalische Barriere, die gegen Insekten abschirmt.

Beim physikalischen Holzschutz ist zu beachten, dass ein weicher Schutz zu bevorzugen ist. Filmbildende Lacke und Farben bieten natürlich eine gute Schutzschicht und halten Wasser von den Holzporen fern. Dennoch kehrt sich der Nutzen des Holzschutzes ins Gegenteil, wenn die Lackschicht Risse bekommt. In diesem Fall verhindert der Holzlack das Abtrocknen des Holzes, es quillt auf und der restliche Lack platzt ab. Dementsprechend sollte ein weicher Schutz angewendet und die Lackoberflächen regelmäßig auf Schäden überprüft werden.

 Physikalischer Holzschutz auftragen
Um Holz im Garten optimal zu schützen ist ein regelmäßiger Schutz des Naturgutes unumgänglich © Adobe Stock

Wann muss der physikalische Holzschutz erneuert werden?

Es gibt keinen festen Richtwert, wie oft das Holz gestrichen werden sollte. Die Erneuerung des physikalischen Holzschutzes ist von der Stärke der Witterungseinflüsse und der Beanspruchung des Holzes abhängig. Es ist empfehlenswert das Holz mindestens im Frühling und im Herbst zu streichen, um es vor den jeweiligen witterungsbedingten Einflüssen der kommenden Jahreszeit zu schützen.

Darüber hinaus kann am Holz überprüft werden, ob es einen neuen Anstrich benötigt. Da es eine der Hauptaufgaben des Holzschutzes ist, das Wasser vom Eindringen ins Holz abzuhalten, sollte primär darauf geachtet werden. Solange das Wasser von der Holzoberfläche abperlt ist der Holzschutz noch ausreichend. Wenn sich jedoch schon Wasserpfützen bilden lässt der Oberflächenschutz nach und das Holz sollte nachbehandelt werden. Bei einer Anstricherneuerung ist zu beachten, dass die alte Schutzschicht vorerst abgeschliffen werden sollte, damit der neue Anstrich richtig hält.

Physikalischer Holzschutz unterschied
Anhand dieses Bildes wird der Unterschied von unbehandeltem Holz im Vergleich zu Holz mit physikalischem Holzschutz deutlich © Adobe Stock

Unbehandeltes Holz im Vergleich zu Holz mit physikalischem Holzschutz

Zudem sollte die Holzoberfläche stets auf Schäden, wie Kratzer oder abgestoßene Ecken überprüft werden. Sind diese vorhanden, sollte der physikalische Holzschutz dringend erneuert oder ausgebessert werden, um das Eindringen von Wasser in die Holzporen zu vermeiden.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass der physikalische Holzschutz nur gegen äußere Einflüsse schützt, aber keine holzstörenden Organismen, wie Pilze oder Fäulnis abwehren kann. Sollte der physikalische Holzschutz nicht ausreichen, kann ein chemischer Holzschutz verwendet werden, der auch holzstörende Organismen bekämpft. Dieser ist jedoch eher für den Außeneinsatz geeignet und sollte nicht für Innenmöbel verwendet werden.

Ein Artikel von Cornelia Jürss, Autorin im Magazin von deineBAUSTOFFE
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