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Richtig streichen – so funktioniert’s
Ratgeber

Richtig streichen – so funktioniert’s

Farbe verschönert Wände und Decken – und sie kann sogar ungünstig geschnittene Räume optisch verändern. Welche Farbe Du am besten verwendest und wie Du diese anschließend gleichmäßig aufbringst und Wände richtig streichst, erfährst Du in diesem Beitrag.

Autorin

Wände und Decken streichen: Tipps & Tricks vorab

Als Wandfarben eignen sich am besten Dispersionsfarben. Sie werden in unterschiedlichen Qualitäten und Glanzgraden angeboten. Außerdem sind sie alterungsbeständig, wenig rissanfällig und unbegrenzt einfärbbar. Es gibt Dispersionsfarbe in fester, kompakter und flüssiger Form. Feste und kompakte Farbe tropft nicht bzw. ist tropfgehemmt, spritzt nicht und es gibt sie in vielen fertig gemischten Farbtönen. Flüssigdispersionen solltest Du verwenden, wenn Du große Flächen richtig streichen möchtest. 

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Damit Du Dir mehrmaliges streichen sparst, achte auf den Hinweis „nach DIN EN 13 300“ auf dem Produkt-Etikett der Farbe. Das ist eine Euro-Norm, die unter anderem eine verbindliche Aussage über die Farbqualität gibt: Je besser die Deckkraft der Farbe (Klasse 1 bis 4; Deckkraftklasse 1 hat das beste Deckvermögen) und ihre Beständigkeit gegen Nassabrieb (Klasse 1 bis 5) desto kleiner die Zahl – wie bei Schulnoten.

Farbe oder Weiß? Gezielt eingesetzt kann eine einzelne farbige Wand die Raumwirkung maßgeblich verändern: Ein Raum wirkt beispielsweise kürzer mit einer dunklen Stirnwand – etwa bei langen, engen Schlauchfluren. Hellepastellige Wände und eine dunkle Decke öffnet kleine Zimmer und lässt sie größer wirken. 

Malerzubehör für richtiges streichen
Richtig streichen - mit der richtigen Vorbereitung und dem richtigen Material gelingt es garantiert! © Adobe Stock

Damit Du ein ansehnliches Ergebnis erzielst, ist gute Vorbereitung für richtiges Streichen Voraussetzung. Denn nur ein glatter und trockener Untergrund ist streichfähig:

  • Alte Farbschichten und lose Tapeten entfernen

  • Dübellöcher und andere schadhafte Stellen mit Spachtelmasse ausbessern

  • Wände abfegen – sonst könnten Schmutz oder Putzkörner an der Farbrolle hängen bleiben und einen gleichmäßigen Farbauftrag verhindern 

Klebe mit Kreppband und Folie alles ab, was keine Farbe abbekommen soll und bedecke den Fußboden mit Malervlies. 

Damit die Farbe besser haftet – besonders bei porösen Wänden – trage vorab eine Grundierung auf.

Rühre die Farbe kräftig auf und los geht’s: Streiche grundsätzlich vom Lichteinfall/Fenster weg, nass-in-nass und zwar so, dass sich die Farbbahnen dabei satt überlappen. Streiche sowohl Wände als auch Decken, beginne mit der Decke. Gleichmäßig und entspannt gelingt das mit einer Teleskopstange. 

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Für farbige Muster verwende gutes Malerkrepp zum Abkleben der Farbflächen. Ziehe das Malerkrepp wieder ab, wenn es noch feucht ist.

Neben der richtigen nass-in-nass Technik ist das richtige Werkzeug für einen optimalen Farbauftrag und -verlauf entscheidend: Streiche schmale Ränder und Ecken mit einem Pinsel (Rund -oder Flachpinsel mit synthetischen Borsten) oder einem speziell geformten Eckenroller. 

Malen von einer Wand mit Malerrolle
Mit Hilfe einer Farbrolle lassen sich große Wandflächen effektiv und sorgfältig streichen. © Adobe Stock

Große Wandflächen und Decken streichst Du mit einer hochwertigen Farbrolle (z. B. Farbroller mit künstlichem Lammfell in mittlerer Florlänge). Trage die Farbe dabei jeweils satt auf (für jede neue Bahn mit Farbe benetzen). Bevor Du einen zweiten Anstrich aufträgst, lasse die Wand unbedingt abtrocknen – erst dann erkennst Du, ob die Farbe wirklich nicht ausreichend deckt.

Ein Artikel von Cornelia Jürss, Autorin im Magazin von deineBAUSTOFFE
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