Magazin - deine Baustoffe
Stressfrei und reibungslos den Umzug planen
Ratgeber

Stressfrei und reibungslos den Umzug planen

Umzug planen leicht gemacht: In dieser Checkliste erhältst Du wertvolle Tipps, was Du wann für einen möglichst reibungslosen Umzug organisieren und erledigen musst.

Autorin

Der Umzug in ein neues Zuhause ist nie einfach, da verschiedene Aufgaben gleichzeitig erledigt werden müssen. Mache Dir es leichter, indem Du frühzeitig den Umzug organisieren und mit den Vorbereitungen einige Wochen im Voraus beginnen. Denn obwohl jeder Umzug anders ist, bleiben bestimmte Dinge gleich. Die folgende Checkliste zeigt, wann der beste Zeitpunkt für Routine-Arbeiten ist. 

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Erfolgt Dein Umzug aus beruflichen Gründen, kannst Du einen Teil der entstandenen Kosten von der Steuer absetzen. Alternativ verhandelst Du mit Deinem neuen Arbeitgeber, ob dieser die Umzugskosten übernimmt.

Zwei Personen die online Material für Ihre Renovierung suchen
Mit der richtigen Planung wird der Umzug zum Kinderspiel © Shutterstock

Sechs bis acht Wochen vor dem Umzug

  • Wohnung kündigen, Umzugshelfer organisieren oder Spedition beauftragen, notwendige Renovierungsarbeiten planen, sortieren und ausmisten – solche Aufgaben nimmst Du idealerweise frühzeitig in Angriff.

  • Nachdem der alte Mietvertrag gekündigt ist, lege den Umzugstermin fest.

  • Wenn Du eine Spedition mit dem Umzug beauftragst, hole Dir Kostenvoranschläge mehrerer Anbieter ein. Alternativ organisieren Du Dir Helfer für den Umzugstag aus dem Freundeskreis.

  • Sind notwendige (Schönheits-)Reparaturen im alten und/oder neuen Heim notwendig, plane entsprechend Zeit für Material-Kauf und Renovierungsarbeiten ein. Beauftrage einen Fachbetrieb mit den Arbeiten, frage diesen bezüglich Verfügbarkeit und Kosten an.

  • Notiere, wem Du Deine neue Adresse melden musst(z. B. Stromanbieter, Telefon- und Internetanschluss, Banken, Schule, Versicherungen, Krankenkasse, GEZ, etc.) und beantrage die Nachsendung Deiner Post ab dem Umzugsdatum.

  • Messe die neue Wohnung aus und überlege, wo die Möbel zukünftig stehen werden oder welche neuen Du Dir anschaffen möchten (Lieferzeiten beachten). Messe alle großen, breiten oder ungewöhnlich geformten Gegenstände sowie alle Türen oder engen Räume, durch die die Möbel passen müssen, damit es am Umzugstag keine Überraschungen gibt. 

Ein Umzug ist immer auch eine gute Gelegenheit, um zu sortieren und auszumisten.

  • Besorge zunächst Standard-Umzugskartons sowie ggf. Spezialkartons (Kleiderboxen und Bücherkisten). Erstelle außerdem eine Liste, für welche Gegenstände eine besondere Verpackung erforderlich ist und beschaffen das entsprechende Verpackungsmaterial (Luftpolsterfolie, Packpapier, Packseide, Klebeband).

  • Wie viele Kartons Du benötigst, hängt von Deinen eigenen Habseligkeiten und von der Wohnungsgröße ab. An dieser Faustregel kannst Du Dich orientieren: pro Quadratmeter Wohnfläche = 1 Karton. Für Bücher gilt: je laufender Meter Bücherregal = 1 Bücherkarton. Zusätzlich solltest Du noch ein paar Reservekartons parat haben – sicher ist sicher. 

  • Gehe durch jeden Raum, öffne jede Schublade und überlege, was Du in Dein neues Zuhause mitnehmen möchtest oder was entsorgt werden kann.

  • Melde gegebenenfalls einen Sperrmülltermin an oder informieren Dich, wann die nächste Sperrmüllabfuhr stattfindet.

  • Alle Dinge, die Du behalten möchtest aber nur selten oder saisonal verwendest, kannst Du bereits verpacken. Bewahre aber häufig verwendete Gegenstände (z. B. TV-Fernbedienung; Zahnbürste) bis kurz vor dem Umzugstag auf.

  • So befüllest Du Umzugskarton richtig: Schwere Gegenstände immer nach unten packen und leichte nach oben. Zerbrechliches mit Füllmaterial gut polstern.

  • Beschrifte alle Kartons sorgfältig und mit System: Markiere auf jedem Karton den Inhalt und den Raum im neuen Heim. Ausnahme: Um Diebstahl zu vermeiden, beschrifte nicht die Kartons, die Wertsachen enthalten. 

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Arbeitnehmern steht rein rechtlich kein Umzugsurlaub zu. Jedoch können sich Ansprüche aus Betriebsvereinbarungen, vertraglichen Vereinbarungen oder Tarifverträgen ergeben. Frage also Deinen Arbeitgeber danach.

Umzugskartons
Richtiges Packen ist das A und O: schwere Gegenstände nach unten, leichte nach oben. © Adobe Stock

Zwei bis drei Wochen vor dem Umzug

Vereinbare einen Übergabetermin sowohl mit dem altem als auch mit dem neuen Vermieter. Halte den Zustand über verursachte Schäden bzw. bestehende Mängel bei der Übergabe schriftlich in einem Wohnungsübergabeprotokoll fest. Vereinbare dabei auch den Ablesetermin und bespreche die Heizkostenabrechnung mit dem Vermieter.

  • Führe den Umzug in Eigenregie durch, musst Du nun auch die Helfer organisieren und Transportfragen klären (Anhänger oder Transporter mieten).

  • Beantrage bei der Straßenverkehrsbehörde der Stadt oder im Bürgeramt ein Halteverbot – vor der alten und der neuen Wohnung.

  • Einzugsermächtigungen und Daueraufträge überprüfen und aktualisieren.

  • Mache Sicherheitskopien der wichtigsten Dokumente, lade erforderliche Software-Updates herunter und stelle sicher, dass alle wichtigen Dateien und Fotos in einer Online-Cloud oder auf einer externen Festplatte gesichert sind.

  • Kontaktiere Deine Ärzte und fordere Kopien von Krankenakten für alle Familienmitglieder an oder lasse die Unterlagen an Deine neuen Ärzte senden. Noch keine neuen gefunden? Frage Deine derzeitigen Ärzte nach Empfehlungen.

  • Kein Umzug ohne Werkzeug: Überprüfe Deine Werkzeugkiste (Inbusschlüssel, Metermaß, etc.), lade außerdem den Akkuschrauber auf und sorge für ausreichend Müllsäcke.

Eine Woche vor dem Umzug

Die Umzugsplanung geht nun in die finale Phase. Damit alles weiterhin möglichst nerven- und kräfteschonend vonstattengeht, verpacke nun alle restlichen Dinge des Hausstandes in Umzugskartons. Alles, was Du im neuen Zuhause gleich am ersten Tag benötigen (etwa Geschirr, Kaffeemaschine, etc.) packst Du zuletzt. 

  • Sind Schränke und Kommoden komplett leer, klebe die Türen und Schubladen mit Klebeband zu. Achtung: Ggf. Schlüssel vorher abziehen und am bzw. im Möbelstück mit Klebeband befestigen.

  • Zerlege ggf. die Möbelstücke, die Du nicht in einem Stück transportieren kannst und sortiere die Einzelteile als beschriftete Bündel. Schrauben, Scharniere, etc. sammelst Du in Plastikbeuteln und klebst sie direkt an das passende Einzelteilebündel.

  • Verbrauche jetzt auch nach und nach alle verderblichen Lebensmittel.

  • Erinnere die Umzugshelfer an den Termin. 

Ein Tag vor dem Umzug

Einen Tag vor dem Umzug geht es an die letzten Details:

  • Bereite die Verpflegung für den Umzugstag vor und tauen Kühl-/Gefrierschränke ab.

  • Checke, ob Du alle nötigen Hilfsmittel beisammen hast (Sackkarren, Tragegurte, Werkzeuge und Handschuhe).

  • Hebe Bargeld ab (Trinkgeld) und lade das Handy auf.

  • Denke auch an einen Verbandskasten, falls sich einer der Umzugshelfer verletzt! 

  • Jedes Familienmitglied packt eine Tasche mit unentbehrlichen Dingen für die erste Nacht in der neuen Wohnung. Folgende Gegenstände solltest Du außerdem nicht im Umzugswagen transportieren, sondern in Deinem privaten Pkw.

  • Wichtige Dokumente (z. B. Pässe, Heiratsurkunde, Geburtsurkunden, etc.)

  • Kreditkarten

  • Medikamente

  • Telefon und Ladegerät

  • Laptop und Ladegerät

  • Toilettenpapier

  • Snacks und Wasser

  • Ggf. Lieblingsspielzeug oder/und eine Decke für Kinder

  • Schmuck und weitere Wertsachen, Erbstücke oder unersetzlichen Gegenstände

  • Taschenlampe

  • Maßband

  • Werkzeugkasten

  • Müllbeutel

  • Papiertücher

Umzugsfahrzeug mit Sackkarre
Auch das Beladen des Umzugswagen soll geplant sein: zuerst die Karton, anschließend Möbelstücke. © Adobe Stock

Der Umzugstag

Starte einen Umzug immer früh morgens! Sobald alle Helfer eingetroffen sind, bespreche den Umzugsablauf, gebe klare Anweisungen für das Verladen (zuerst Kartons, dann Möbel) und wohin es in der neuen Wohnung kommt (Skizze). 

  • Ggf. Mietwagen/Transporter abholen

  • Ist der Möbelwagen gepackt, mache einen Rundgang und kontrolliere alle Räume, dass Du auch nichts vergessen hast.

  • Notiere die Zählerstände von Gas, Wasser, Strom und Heizung.

  • Hinterlasse die Wohnung besenrein (grobe Verschmutzungen beseitigen)

Nach dem Umzug

Die Kisten sind ausgepackt und alle Möbel sind aufgebaut - angekommen! Sofern im Mietvertrag vereinbart und noch nicht erledigt, musst Du noch Schönheitsreparaturen in Deiner alten Wohnung durchführen (lassen). 

  • Halte bei der Wohnungsübergabe in einem Übergabeprotokoll fest, was sich jetzt noch in der Wohnung befindet und welche Schäden eventuell vorhanden sind.

  • Lasse Dir die Schlüsselrückgabe schriftlich bestätigen und fordere die Kaution zurück.

  • Die Ummeldung im Einwohnermeldeamt muss innerhalb einer Frist von 2 Wochen nach Einzug erfolgen. Andernfalls drohen Ordnungsstrafen.

 

Ein Artikel von Cornelia Jürss, Autorin im Magazin von deineBAUSTOFFE
Themen dieses Artikels
Hausbauversicherung - warum jeder Bauherr eine braucht
Innenausbau

Hausbauversicherung - warum jeder Bauherr eine braucht

Richtig streichen – so funktioniert’s
Ratgeber

Richtig streichen – so funktioniert’s

Sparen beim Hausbau: 13 hilfreiche Tipps
Ratgeber

Sparen beim Hausbau: 13 hilfreiche Tipps

Zum Newsletter anmelden und in Zukunft nichts verpassen

Anmelden
Das Magazin für handgemachtes Heimwerken!