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Gartenmauer auf der Terrasse
Gartengestaltung

Welche Mauersteine eignen sich für die Errichtung einer Gartenmauer?

Natursteine oder eine Gartenmauer aus Beton? Wir zeigen Dir die verschiedenen Steinarten und ihre Einsatzmöglichkeiten

Autorin

Für jede Idee und jeden optischen Wunsch gibt es die passenden Gartenmauersteine. Bevor Du Dich über die Eigenschaften der verschiedenen Steine informierst, solltest Du eine Entscheidung zwischen Naturstein oder Betonstein treffen. Beide Steinarten haben ihre Vorteile und sind für den Bau einer Gartenmauer geeignet. 

Gartenmauer gebaut mit Diephaus Mauerstein Siola Mini Muschelkalk
Gartenmauer gebaut mit Diephaus Mauerstein Siola Mini Muschelkalk © Diephaus Betonwerk GmbH

Naturstein oder Betonstein? Das sind die Unterschiede!

Betonstein ist ein künstlich aus Zement, Kalk und Wasser hergestellter Stein in DIN-genormter Form und Größe. Seine naturgraue oder weiße Farbe ermöglicht Dir die Errichtung einer farblich einheitlichen geraden Mauer. Durch ihre hohe Belastbarkeit und statischen Vorteile sind Gartenmauersteine aus Beton sowohl für die Außenabgrenzung, als auch für Mauern innerhalb des Grundstücks eine gute Wahl. Dem gegenüber stehen Natursteine, die in Form von Fels- und Sandsteinen, Basalt, Granit oder Gneis ebenfalls zur Errichtung einer Mauer verwendet werden können. Wenn Du eine natürliche, in der Optik ungleiche Mauer wünschen, solltest Du Natursteine wählen. Die verschiedenen Maserungen und Formen geben Dir viel Spielraum in Deinem Bauvorhaben.

Die Vorteile einer Gartenmauer aus Natursteinen 

Naturstein erzeugt ein mediterranes Ambiente und ist nicht nur aufgrund seiner Vielfalt in den Farben und Formen sehr beliebt. Allerdings erfordert der Einsatz von Natursteinen Erfahrung und einen geschulten Blick, damit Du eine stabile Gartenmauer baust und die Steine richtig übereinander setzt. Einfacher ist es, wenn Du Dich für Naturstein aus dem Handel entscheidest und die optischen Unterschiede lediglich in der Maserung wählst. Auch Sandstein und Gneis oder Basalt und Granit sind in genormten Größen und Formaten erhältlich. 

Gartenmauer aus Naturstein
Für die leichte Gestaltung einer Gartenmauer empfiehlt sich der Lithonplus Mauerstein Trento Mur light © Lithonplus GmbH & Co. KG

Die Vorteile von Gartenmauern aus Betonsteinen 

Am beliebtesten sind Leichtbeton- und Schalungssteine. Der Bau einer Gartenmauer mit Beton erfordert einen geringeren Kosten- und Zeitaufwand als die Errichtung mit Natursteinen. Schalungssteine sind vor allem für Außenmauern, also für Deine Grundstücksabgrenzung geeignet. Durch die enthaltene Bewehrung und die hohe Belastbarkeit sorgen die Steine nach ihrer Befüllung mit Beton hohe statische Werte. 

Die richtige Verarbeitung unterschiedlicher Gartenmauersteine 

Bei Stützwänden oder Verbindungswänden zu Deinem Eigenheim empfiehlt sich die Errichtung einer Gartenmauer aus Betonsteinen oder aus DIN-genormten Natursteinen. Dem gegenüber steht die beliebte Felsstein-Optik, die sich eher für eine dekorative und abgrenzende Verwendung innerhalb Deines Grundstücks anbietet. Natürliche Gartenmauersteine können je nach Beschaffenheit mit oder ohne Fuge gesetzt werden.

deineBAUSTOFFE Profi-Tipp: Je schwerer die Steine sind, umso geringer sind ihre Eigenschaften im Schallschutz. Soll die Gartenmauer Straßen- und Umgebungslärm aussperren, sind Betonsteine in leichter Ausführung zu empfehlen. 

Gartenmauer auf der Terrasse
Auch für Terrassen eine schöne Option: der EHL Bossantik Mauerblock © EHL AG

Wie baut man eine Gartenmauer?

Für den Gartenmauerbau benötigst Du die gewünschten Mauersteine, das entsprechende Werkzeug und ein wenig handwerkliches Geschick. Als Hangbefestigung und Stützmauer eignen sich Trockenmauern, die ganz ohne Mörtel errichtet werden. Um Stabilität in der Trockenmauer zu erhalten, müssen die bestenfalls schweren Steine geschickt gestapelt werden. Diese Technik empfiehlt sich primär für schwere Felssteine oder stapelbare Betonblöcke. Eine robuste Mauer mit Mörtel kannst Du hingegen mit jeder Steinsorte bauen. In jedem Fall wichtig ist, am Anfang ein stabiles Fundament zu errichten und die statischen Details zu beachten.

Bei der Trockenmauer sind 30 Zentimeter Tiefgang ausreichend, bei einer Gartenmauer mit Mörtel muss aufgrund des Frostschutzes ein Schacht von 80 Zentimetern eingerechnet werden. Auch eine Drainage ist wichtig, um Schäden durch Sickerwasser zu vermeiden und die Stabilität der Mauer zu erhöhen. Nach der Fundamenterrichtung wird die Gartenmauer Stein auf Stein erbaut und nach jeder Reihe mit der Wasserwaage auf ihre Geradlinigkeit kontrolliert.

Alle Gartenmauern unter einem Meter Höhe kannst Du ohne statischen Nachweis selbst errichten. Möchtest Du Gartenmauersteine zur Eingrenzung des Grundstücks verwenden oder eine Mauer mit über 120 Zentimetern Höhe bauen? Dann ist die Einholung einer Genehmigung vom zuständigen Bauamt wichtig, ebenso wie der Sicherheitsnachweis eines Statikers.

Benötigst Du eine persönliche Beratung oder eine größere Menge Mauersteine? Dann stehen Dir unsere ausgebildeten Baustoff-Kaufleute gern zur Seite. Unter diesem Link kannst Du einen Beratungstermin vereinbaren, oder Dein Großprojekt direkt anfragen.

Ein Artikel von Cornelia Jürss, Autorin im Magazin von deineBAUSTOFFE
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